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Eng verbunden mit der Geschichte der Stadt Bad Saulgau ist auch das wehrhafte Bürgertum der Stadt.
Dieses lebt bis in die heutige zeit weiter in der Bürgerwache Saulgau.
Seit die Bewohner Saulgaus in einer Schussenrieder Urkunde von 1239
Als "civibus de Sulgen" (Bürger von Saulgau) benannt wurden kann davon
Ausgegangen werden, da die damaligen und alle nachfolgenden Bewohner der
Stadt ihr Gemeinwesen nach außen verteidigten und im Inneren vür Ordnung sorgten.
Bürger im engeren Sinne gab es früher nur in Burgen - so beweist es eine Urkunde
Vom Jahre 1249, die " in burgo Sulgen", der ummauerten Stadt ausgestellt wurde.
In dieser Zeit waren die Stadtbürger verpflichtet, einen Harnisch und einen Spieß zu besitzen.
Ursprünglich wohl dazu gedacht, die Stadt im Konfliktfalle zu verteidigen, mußte die Saulgauer
Bürgermiliz auf Befehl der Landesherren aber auch auswärts Waffendienst leisten.
Seit 1299 gehörte Saulgau zu Österreich. Landesfürst Friedrich der schöne stritt mit Ludwig
dem Bayer um die deutsche Kaiserkrone. In einer Urkunde von 1320 erfährt man erstmals von einem
Saulgauer Aufgebot, das zusammen mit den Einheiten anderer Städte die Stadt Speyer belagerte.
Im Jahre 1386 wurde Saulgau von Österreich an die Truchsessen von Waldburg der Linie Friedberg-Scheer
verpfändet und in der Folge bald von einem, bald vom anderen in Anspruch genommen. Im Städtekrieg von
1450 verlangt Herzog Albrecht, der Trucheß Jakop sollte ihm mit den Städten Riedlingen und Sulgen dienen.
1471 beklagt sich Trucheß Eberhard beim Hofgericht in Rottweil über die Saulgauer, daß sie mit aufgeworfenem
Stadtbanner in sein Gebiet eingerückt seien und Leute gefangen haben. Die damalige Bürgerwehr verfügte also
schon über ein eigenes Banner.
1489 verlangt der Truchseß Hilfe von Sulgen durch Zusendung reisiger Knechte. Die fünf Donaustädte Saulgau,
Riedlingen, Mengen, Munderkingen und Waldsee stellten im Jahre 1508 an Österreich 200 Knechte.
Am Montag vor Martini 1514 regelt eine Ordnung die Aufnahme eines neuen " Bürgers " in das "Burgrecht ".
Ihm wurde vom Rat vorgeschrieben, was er an Waffen zu beschaffen habe und wurde einer Abteilung der Bürgerwehr zugestellt.
Die entsprechende Bestimmung lautet: "So man ihn uffnimmt, soll er haben seinen Harnisch, namlich einen Ruckenkreps und
einen Spieß". Später wurde dann noch ein " Sturmhut " dazuverlangt.
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Kompanie 1. Zug
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Der Truchseß Wilhelm verlangte 1524 von den Donaustädten 28 Mann, Österreich 100 Mann
für den Krieg mit Württemberg und zur Besetzung des Landes nach der Vertreibung des Herzog
Ulrich.
Um die Zeit von 1535 wurden bei der Bürgerwehr Feuerwaffen eingeführt. Die Wehr gliederte
sich in Armbrust- und Büchsenschützen. Die letzteren erhalten für 25 Pfund 15 Schilling Tuch
für Uniformen.
1538 wurde von den Bürgern verlangt, einen Spieß oder eine Hacken(-büchs) anzuschaffen. Die
Büchsenschützen erhielten 1553 von der Stadtkasse 6 fl Beitrag zwecks Beschaffung einer Fahne
oder Standarte. Auch 210 Pfund Pulver wurden aus Konstanz bezogen, was auch auf Vorhandensein
einiger Kanonen schließen lässt. 1617 wurde die Bürgerschaft aufgefordert, nach Gutachten eines
ehrsamen Rates sich mit auferlegten Wehren und Harnisch zu versehen.
Als erste Auswirkung des 30jährigen Krieges kommt 1622 ein Schreiben des Truchsessen von Scheer
nach Saulgau, in welchem er 6 Mann forderte, die wohl ausstaffiert und mit Sold versehen sein sollten.
In den Ratsprotokollen von 1630 kann man lesen:
"Auch ist durch den Rat einer ehrbaren Gesellschaft der Büchsenschützen Ausschluß untertäniges Bitten
bewilligt, daß fürderhin erst verheiratet, 4 Jahr lang zu schießen verbunden sein soll. Hierzu sollen
auch die Moosheimer und Wolfartsweiler mit einstehen."
Im Jahre 1632 kamen die Schweden in die Gegend von Saulgau. Die Stadt stellte sich unter schwedischen Schutz.
Als aber plündernd umherziehende Schweden in die Nähe kamen, machte die Bürgerwehr einen Ausfall gegen sie, nahm
5 Mann gefangen und setzte die Stadt in Verteidigungsbereitschaft. Die Chronik meldet weiter:
"Feindliche Soldaten überstiegen trotz Gegenwehr der Bewohner die Mauern, verbrannten teils die Stadttore;
teils wurden dieselben eingehauen. An die 50 Personen verwundet, 19 tot, zumal wider jedem Kriegsgebrauch
Weiber und Kinder nicht verschont, sodann das Städtlein ausgeplündert und großer Schaden getan."
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Kompanie 2. Zug
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1641 kommen feindliche Soldaten in die Vorstadt; die Saulgauer beschlossen, trotz Drohung des Korporals,
keinen hereinzulassen, sondern Wachen wohl zu bestellen, zu stärken und die feindlichen Soldaten am
Handanlegen zu hindern. Am 11. November 1642 plünderten feindliche Reiter das Gotteshaus in Sießen.
Daher sind die Rotten wiederum zu erneuern und die Wachen dergestalt angestellt worden, daß täglich um
4 Uhr die Wacht und eine ganze Rotte aufziehen sollten. 1660 wird von jedem neuen Bürger die Anschaffung
einer Ober- und Unterwehr gefordert. Der Bürgerschaft wird 1662 mitgeteilt, daß der Oberwachtmeister
Gründtfeld als amtlicher "Trillmeister" abgedankt habe, den Städten aber aufgetragen wird, daß jede
einen Tauglichen aus ihren Bürgern für einen "Trillmeister" erwählen soll, welcher alsdann 4mal im Jahre
exerzieren solle. Deswegen sollen diejenigen Bürger, so über 24 bis 45 Jahr alt sind, sich mit tauglicher
Ober- und Unterwehr versehen.
Waldsee fragte 1669 wegen Gestellung von Mannschaften an; die löbliche Bürgerschaft erklärt:
"50 Mann uff die Fueß Gewehrte"
zu stellen. Am 5. April 1673 kommt ein Befehl der Hofkammer zur Bewehrung, Musterung und Exerzierung der Bürger.
Am 14. August gerieten Schützen unter ihrem Führer Ignaz Schuhmacher im Wirtshaus mit den hier im Quartier liegenden
lothringischen Reitern in blutige Händel, deren Ausgang und Folgen nicht klar sind. Die Schützen verrieten einander
nicht und kamen alle ins Gefängnis.
Erstmals im Jahre 1674 wurde im im Ratsprotokoll ein Trommler erwähnt. Es mußte aus der neu geordneten Bürgerwehr
eine Mannschaft samt Trommler mit Hauptmann Boner in neuer Uniform und Hut zu Musterung nach Riedlingen geschickt
werden. Leider ist diese Uniform nicht näher beschrieben. Neuuniformierungen und Monturänderungen zogen sich durch
alle Jahrhunderte hindurch.
Der neue buchauische Amtmann Schöffler mußte 1678 geloben:
"Zu Kriegszeiten im Harnisch auf der Ringmauer stehend wie ein anderer Bürger sich gebrauchen zu lassen."
Erstmals wurde 1747 über eine Reiterei gesprochen - diese war aber bestimmt schon früher in irgendeiner Form existent.
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Spielmannszug
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1749 mußten 30 Mann der Bürgerwehr und 2 Stadträte an einer allgemeinen Streife teilnehmen,
"um das überhäufig herum vagierende Jauner- und herrenlose Gesindel auszurotten", während ein
Korporal mit 8 Man die Tore zu bewachen hatte.
Am 26. Mai 1806 wird Saulgau württembergisch - nach über 500 Jahren Zugehörigkeit zum Lande
Österreich.
Unter König Friedrich I. von Württemberg wurde 1809 ein allgemeines Waffenverbot im Lande erlassen.
Sein Nachfolger, Wilhelm I., lockerte dieses Verbot.
1823 als "Bürger-Militär" durch Hauptmann Stützle, Stadtrat und Metzgermeister, neu formiert. An
Ausrüstung und Ausstattung sind nun erstmals urkundlich erwähnt:
Muskete mit Bajonett, Säbel, Patronentasche, grüne Jacke mit roten Aufschlägen, schwarzer Tschako
mit weißen Schnüren und weiße, weite Beinkleider.
Ab 1819 wurde die Volksbewaffnung wieder offiziell zugelassen:
Wehrfähige Männer im Alter zwischen 21 und 50 Jahren sollten in den Bürgerwehren dem Schutze
der Verfassung dienen.
1848 wird im Zuge der Freiheitsbewegung ein Freicorp gebildet, das dem Saulgauer Bürgerwehrbatallion
unterstellt wird und bald über eine, von saulgauer Mädchen gestiftete, Fahne verfügt (Fahne ist
heute im Rathaus zu besichtigen). Das Bürgerwehrbatallion erreicht 1849 eine absolute Stärke:
2 Musketierkompanien, 1 Schützenkompanie, 1 Freicorps und 1 Reiterei - rund 400 Mann stark, bei einer
Einwohnerzahl von ca. 2.500 Menschen.
In der Bürgerwachtsatzung vom 25.Juli 1857 wird folgende Uniformierung festgelegt:
Kaskett als Kopfbedeckung mit gelbem Panzerband und grünem Busch, dunkelgrüner Waffenrock mit gelben Knöpfen
und hellgrünen Aufschlägen und Kragen, sowie dunkelgrüne Achselklappen. Hose grau mit grüner Passepoil, Muskete
mit Bajonett.
Am 29. Mai 1859 findet die Fahnenweihe statt. Obwohl Saulgau mittlerweile württembergisch war, wurde bei den
Feierlichkeiten auch die österreichische Nationalhymne gespielt.
1863 traten 24 Mann der Infantrie bei - sie zählte jetzt 100 Mann. Im Jahr darauf rückte die Bürgerwache
mit Musik zum Blutfreitag nach Weingarten aus. Am 29. Mai 1882 wurde unter Hauptmann Hoch die Bürgerwache
wieder neu formiert und rückte 1884 mit dem "Helm" aus, der heute noch zur Uniform gehört.
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Bürgerwachbatallion (Gruppenaufnahme)
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1913 fand in Saulgau ein großes Bürgerwachjubiläum unter der Beteiligung der noch im Lande
bestehenden Bürgerwehren statt. 1914 nahm die Bürgerwache beim Landestreffen in Rottenburg teil
und im selben Jahr paradierte die Bürgerwache vor Königin Charlotte von Württemberg in Saulgau.
Der zweite Weltkrieg trifft die Bürgerwache hart, aber 1949 rücken die Bürger im bunten Rock
unter Hauptmann Kerner bereits zu Fronleichnam und Sankt Johanni wieder aus.
Den Wiederaufbau des Spielmannszuges nach dem Krieg nahmen Leutnant Friedrich Karl Rieger
(†1969) und Unteroffizier Karl-Heinz Schad, heute Ehrenoberleutnant, in ihre geschickten
Hände. Aus einem Nichts heraus und mit gewaltigen Problemen wurde der Grundstock für den
heutigen Spielmannszug gelegt.
Bereits schon 1956 begeht die Bürgerwache ihr 700jähriges Jubiläum. 32 Bürgerwehren und Garden mit ihren
Musikzügen, Spielmanns- und Fanfarenzügen, Trompetercorps und Trachtengruppen, marschierten anläßlich des
großen Landestreffens in Saulgau auf. Dieses Treffen war eine großartige, organisatorische Meisterleistung
vom damaligen Leutnant Friedrich Karl Riegger.
1957 beendet Hauptmann Kerner seinen aktiven Dienst und wird Ehrenkommandant. Leutnant Friedrich Karl Riegger
übernimmt vorläufig die Führung des Batallions. Sein Bruder, Adolf Riegger, tritt dessen Nachfolge an
und wird 1958 Hauptmann und Kommandant.
Eine enge Freundschaft über die Grenzen hinaus wird 1960 zwischen der Bürgerwache Saulgau und der Schützengarde
Himmelberg (Kärnten) geboren. Diese Kameradschaft über Generationen besteht bis heute und wird das ganze Jahr
über gepflegt.
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Jugendspielmannszug
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1963 vollzieht sich das große Spielmannszugtreffen des Landesverbandes mit Teilnehmern aus anderen Landesverbänden
und auch mit NATO-Streitkräften. Die Wehrmänner bauten sich mit Eigenleistung im Jahr 1969 ihr Bürgerwachheim.
Eine neue Batallionsfahne wurde 1982 durch Feldkurat Paul Reck geweiht. Sie wurde in der Benediktinerinnenabtei
Habstal künstlerisch gefertigt und zusammen mit der Patenwehr Mengen, verschiedenen Abordnungen und hohen Ehrengästen
festlich in den Dienst gebracht.
Adolf Riegger beendete seinen aktiven Dienst am 31. Mai 1983 nach 25 Jahren als Hauptmann und Kommandant der
Bürgerwache Saulgau. Er erhält für seine großen Leistungen und Verdienste den Großen Zapfenstreich von seinem
Batallion zelebriert. Er wird seines Engagements wegen zum Ehrenkommandant ernannt. Die Verabschiedung war
anschließend im städtischen Festsaal mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kirche.
Am gleichen Tag übernimmt Hauptmann Alexander Hauser das Batallion, das er bis in den März 1993 führt.
Nach 10 Jahren treuen Dienstes um die Bürgerwache endet er seinen Dienst und wird zum Ehrenmitglied ernannt.
Am 19.März 1993 wird in der Korpversammlung Frank Riegger zum neuen Hauptmann gewählt und übernimmt als Kommandant
die Führung des Saulgauer Bürgerwachbatallions.
War einst die Bürgerwehr eine dem Schutz und Gut dienende, wehrhafte Gemeinschaft der Stadt, so sind heute die
wehrhaften Einsätze glücklicherweise vorbei und die Aufgaben der Bürger im bunten Rock haben sich auf Repräsentation
und Kameradschaft verlagert.
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Fahnenweihe, 29. Mai 1839
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Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers Ernst Jünger, am 29. März 1995, stellte die Bürgerwache, im Auftrag
der Stadt, das Ehrenbatallion.
Als Gäste waren Bundespräsident Roman Herzog, Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, Ministerpräsident Erwin Teufel,
Vertreter der französischen Regierung, Personen aus Wirtschaft, Kultur und Politik anwesend.
Auch die Jugendarbeit ist eine Aufgabe, der sich die Bürgerwache stellt. So wird der Jugendspielmannszug
von Spielleuten der Bürgerwache ausgebildet. Die Spielleute, Buben und Mädchen sind zwischen 7 und 15 Jahren
alt. Es bedeutet viel Arbeit, unter Leitung von Unteroffizier Andreas Lutz, die Kinder "bei der Stange zu halten",
aber die ständigen Aktivitäten beweisen es mit einem Probenbesuch von über 88 Prozent. Diese junge Truppe rückt zu
verschiedene Anlässen aus. Sie tragen eine Saulgauer Tracht und wirken auch bei den Aktivitäten des Heimat- und
Trachtenvereines, wie auch an der Bad Saulgauer Brauchtumsfasnet mit.
Wie sich die Aufgabe der Bürgerwache verändert hat, so hat sich auch die Stadt weiter entwickelt. Seit dem 1. Januar
2000 ist aus Saulgau die Stadt Bad Saulgau geworden. Bad Saulgau mittlererweile ca. 17250 Einwohner, ist untere
Verwaltungsbehörde und größte Stadt im Landkreis Sigmaringen. Die Stadt lebt von der Industrie, dem Fremdenverkehr
und dem Tourismus. Die Kur- und Badstadt ist ein staatlich anerkannter Kurort und Heilbad mit Heilquellenbetrieb.
Bürgermeister Günter Strigl wurde von der Bürgerwache im Februar 2000 mit dem großen Zapfenstreich verabschiedet
und sein Nachfolger, Bürgermeister Johannes Häfele, mit einer Abendserenade begrüßt. Als Highlight des Jahres 2000
veranstaltete die Bürgerwache Saulgau, zusammen mit der Stadtgarde zu Pferd Saulgau, das 38. Landestreffen
historischer Garden und Wehren am 15. und 16. Juli zusammen mit dem Bächtlefest, dem großen Heimatfest der Stadt.
Es waren 31 Wehren und Garden aus dem Landesverband, sowie Gäste aus anderen Verbänden, Österreich, Südtirol und aus
der Europäischen Union wehrhistorischer Gruppen zu diesem Landestreffen in Bad Saulgau.
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Uniform der Bürgerwache Saulgau
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Das heutige Bürgerwachbatallion besteht aus Spielmannszug, Musikkorps und Kompanie (2 Züge) in einer Ausrückstärke
von ca. 156 Mann. Die Bürgerwache trägt heute Uniformen, die angelehnt sind an das damalige Linienmilitär. Die
Kopfbedeckung ist ein Lederhelm mit goldenen Beschlägen, dem Stadtwappen und goldener Schuppenkette, sowie
einem weißen Helmbusch. Der Waffenrock ist zweireihig geschlossen in der Farbe dunkelgrün mit hellgrünen Aufschlägen.
Die Tuchhose ist grau mit grünen Streifen. Die Kompanie ist bewaffnet mit einem schweizer Ordonanzgewehr und Bajonett.
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Diese Gemeinschaft von Bürgern aus Bad Saulgau, welche die Tradition des historischen, wehrhaften Bürgertums weitertragen,
hat sich nun andere Aufgaben gegeben. So gibt das Batallion bei kirchlichen und weltlichen Anlässen den Feierlichkeiten
eine besondere, festliche und heimatliche Note. Staatsempfänge der Landesregierung, sowie sonstige wichtige Veranstaltungen
werden durch die Bürgerwache begleitet. Ganz besonders eng verbunden ist die Bürgerwache mit dem Haus Württemberg, wo bei
Freud und Leid auf feierliche Art der königlichen Familie die Referenz erwiesen wird.
In der jungen Kur- und Badstadt Bad Saulgau hat diese Tradition nach wie vor feste Wurzeln und ist auch aus dem modernen Alltag
nicht mehr wegzudenken.
Die Bürgerwache dient der Förderung heimatlichen Kulturgutes und der Bürgertradition. Zusammen mit der Stadtgarde zu Pferd
ist sie Repräsentant Saulgauer Bürgertums über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus.
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